Feuerwehrmann Gehalt

Feuerwehrmann Gehalt

Feuerwehrmann Gehalt

Der Beruf des Feuerwehrmanns gehört zu den angesehensten und zugleich verantwortungsvollsten Tätigkeiten im öffentlichen Dienst. Wenn das Blaulicht blinkt und Sirenen ertönen, riskieren Feuerwehrleute ihr Leben, um andere zu schützen. Doch wie sieht es eigentlich mit der Bezahlung aus? Das Thema Feuerwehrmann Gehalt interessiert viele, sei es, weil sie selbst diesen Beruf anstreben oder weil sie wissen möchten, wie die Entlohnung für solch eine wichtige Tätigkeit aussieht. 

Dieser Artikel gibt dir einen umfassenden Überblick über das Gehalt, Einflussfaktoren, Unterschiede zwischen Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Bundeswehr sowie Entwicklungsperspektiven.

Grundlagen: Wie wird das Gehalt eines Feuerwehrmanns bestimmt?

Das Gehalt eines Feuerwehrmanns hängt in Deutschland stark von der Laufbahn, dem Dienstgrad, dem Bundesland und der Berufserfahrung ab. Da die meisten Feuerwehrleute im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, richten sich ihre Bezüge nach dem TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst) oder, bei Beamten, nach der Besoldungsordnung (meist A-Besoldung).

Für Beamte auf Lebenszeit gelten feste Besoldungsgruppen:

  • Mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst: Besoldungsgruppen A7 bis A9
  • Gehobener Dienst: A9 bis A11
  • Höherer Dienst: A13 bis A16

Angestellte Feuerwehrleute, die nicht verbeamtet sind, finden ihre Entlohnung im TVöD-V (Tarifvertrag für Beschäftigte im Bereich Verwaltung). Dort erfolgt die Eingruppierung meist in die Entgeltgruppen E5 bis E9a, je nach Aufgabenbereich und Qualifikation.

Einstiegsgehalt: Was verdient ein Berufsanfänger?

Wer nach der Ausbildung zum Brandmeisteranwärter in den mittleren Dienst übernommen wird, beginnt in der Regel in Besoldungsgruppe A7 oder der Entgeltgruppe E5/E6. Das Einstiegsgehalt liegt hier, je nach Bundesland und Familienstand, zwischen 2.700 und 3.200 € brutto monatlich.

Während der zweijährigen Ausbildung oder im Vorbereitungsdienst erhalten angehende Feuerwehrleute Anwärterbezüge, die bei rund 1.200 bis 1.400 € brutto liegen. Einige Städte zahlen zusätzlich Zulagen, um den Beruf attraktiver zu gestalten.

Entwicklung mit Berufserfahrung und Beförderung

Mit den Jahren steigt nicht nur die Erfahrung, sondern auch das Gehalt. Beförderungen erfolgen je nach Qualifikation, Engagement und Dienstzeit. Nach mehreren Jahren kann ein Feuerwehrmann zum Oberbrandmeister (A8) oder Hauptbrandmeister (A9) aufsteigen. In diesen Laufbahnen bewegen sich die monatlichen Bruttogehälter zwischen 3.400 und 4.500 €.

Im gehobenen Dienst, beispielsweise als Brandinspektor oder Brandoberinspektor (A9 bis A11), sind Gehälter von 4.000 bis 5.500 € möglich. Leitende Positionen im höheren Dienst, etwa als Brandrat oder Branddirektor (A13 bis A16), können sogar 6.000 bis über 8.000 € brutto erreichen.

Zulagen und Sonderzahlungen

Neben dem Grundgehalt profitieren Feuerwehrleute häufig von Zulagen, die sich aus den besonderen Arbeitsbedingungen ergeben. Dazu zählen:

  • Schichtzulagen für Nacht- oder Wochenenddienste
  • Feuerwehrzulage für die besondere Gefährdung des Berufs (rund 100 bis 200 € monatlich)
  • Familienzuschläge bei Beamten mit Kindern oder Ehepartnern
  • Erschwerniszulagen bei speziellen Einsätzen (Atemschutz, Rettungstaucher, Höhenrettung etc.)

Zudem gibt es Jahressonderzahlungen („Weihnachtsgeld“) sowie in manchen Kommunen Leistungsprämien oder Dienstjubiläumsprämien.

Gehaltsunterschiede zwischen den Bundesländern

Da Beamtenbesoldung Ländersache ist, unterscheidet sich das Feuerwehrmann-Gehalt von Bundesland zu Bundesland leicht. In Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen liegen die Bezüge im Bundesvergleich etwas höher. In Ostdeutschland sind sie oft leicht niedriger, was jedoch durch günstigere Lebenshaltungskosten relativiert wird.

Ein Beispiel:

  • Ein Brandmeister (A7) in Bayern verdient rund 3.050 € brutto.
  • Ein Brandmeister (A7) in Sachsen erhält etwa 2.800 € brutto.

Unterschied zwischen Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr

Die meisten Feuerwehrleute in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr. Sie erhalten keinen festen Lohn, sondern lediglich Aufwandsentschädigungen oder Einsatzpauschalen, deren Höhe die jeweilige Kommune festlegt. Diese liegen meist zwischen 5 und 20 € pro Einsatzstunde.

Berufsfeuerwehren dagegen bestehen aus hauptamtlichen Kräften, die rund um die Uhr im Schichtsystem arbeiten und entsprechend entlohnt werden.

Feuerwehr bei der Bundeswehr und im Flughafendienst

Auch Bundeswehrfeuerwehren und Flughafenfeuerwehren spielen eine wichtige Rolle.

  • Bundeswehrfeuerwehr: Hier richtet sich das Gehalt nach dem TVöD-Bund. Feuerwehrleute starten in der Regel in Entgeltgruppe E5, mit einem Durchschnittsgehalt von rund 2.800 bis 3.600 € brutto. Mit Dienstzeit und Verantwortung sind bis zu 4.800 € möglich.
  • Flughafenfeuerwehr: Angestellte unterliegen oft Haustarifverträgen der Flughafengesellschaften. Hier sind, auch durch Zuschläge, monatliche Einkommen von 3.000 bis 5.000 € realistisch.

Perspektiven, Weiterbildung und Aufstiegschancen

Feuerwehrleute können sich kontinuierlich weiterqualifizieren: Lehrgänge für Brandmeister, Gruppenführer oder Einsatzleiter eröffnen neue Karrierewege. Zudem gibt es Spezialisierungen. etwa in Brandschutztechnik, Gefahrgutbekämpfung, Höhenrettung oder Notfallmanagement. Mit jeder zusätzlichen Qualifikation steigen nicht nur die Einsatzmöglichkeiten, sondern auch die Verdienstchancen.

Langfristig können erfahrene Feuerwehrbeamte in Verwaltungs- oder Leitungsfunktionen wechseln, wo auch höhere Besoldungsgruppen erreicht werden.

Fazit: Feuerwehrmann ist Beruf mit Verantwortung und solidem Gehalt

Das Feuerwehrmann Gehalt spiegelt die hohe Verantwortung dieses Berufs nur teilweise wider. Während die Einkommen im Öffentlichen Dienst stabil und durch tarifliche Regelungen abgesichert sind, kann der Verdienst, insbesondere in höheren Laufbahnen, durchaus attraktiv werden. Doch für die meisten steht nicht allein das Geld im Vordergrund, sondern die Mission, Leben zu retten und Gemeinschaft zu schützen.

Wer sich für den Beruf interessiert, sollte neben der körperlichen Fitness vor allem Teamgeist, Belastbarkeit und Einsatzbereitschaft mitbringen. Die Vergütung ist solide, die Wertschätzung groß. Dazu ist das Gefühl, anderen zu helfen, unbezahlbar.

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