Operationstechnischer Assistent Gehalt
Wenn du dich für Medizin interessierst, aber nicht unbedingt Arzt oder Pflegekraft werden möchtest, könnte der Beruf des Operationstechnischen Assistenten (OTA) genau das Richtige für dich sein. Der Job ist abwechslungsreich, verantwortungsvoll und bietet sichere Perspektiven. Schließlich werden qualifizierte Fachkräfte in diesem Bereich dringend gebraucht. Ein wichtiger Punkt bei der Berufswahl ist natürlich das Operationstechnischer Assistent Gehalt. Hier erfährst du alles rund um das OTA-Gehalt: vom Verdienst in der Ausbildung bis hin zu deinen Möglichkeiten im späteren Berufsleben.
Was macht ein Operationstechnischer Assistent?
Bevor wir auf das Gehalt eingehen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Aufgaben. OTAs sind unverzichtbar im Operationssaal: Sie bereiten den OP vor, sorgen für Sterilität, reichen den Ärzten während des Eingriffs Instrumente und kontrollieren die medizinischen Geräte. Nach der Operation reinigen sie die Instrumente, dokumentieren den Ablauf und begleiten den Patienten in den Aufwachraum. Neben technischem Verständnis sind hier vor allem Teamarbeit, Konzentration und Verantwortungsbewusstsein gefragt.
Seit 2022 ist die Ausbildung staatlich geregelt. Das bedeutet, dass Inhalte, Prüfungen und Gehälter bundesweit vergleichbar sind. Die Ausbildung dauert drei Jahre und umfasst theoretische Unterrichtseinheiten sowie praktische Einsätze in verschiedenen Fachbereichen wie Chirurgie, Orthopädie oder Anästhesie.
Gehalt während der OTA-Ausbildung
Da es sich um eine schulische Ausbildung handelt, bekommen OTAs meist eine Vergütung von Krankenhäusern oder anderen medizinischen Einrichtungen, die nach Tarifvertrag bezahlen (etwa dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst im Bereich Pflege TVöD-P).
Durchschnittliche Ausbildungsvergütung (brutto):
- 1. Ausbildungsjahr: 1.290 €
- 2. Ausbildungsjahr: 1.350 €
- 3. Ausbildungsjahr: 1.447 €
Diese Werte gelten als Orientierung und können je nach Träger (öffentlich, kirchlich oder privat) leicht schwanken. Einrichtungen, die nach Tarif bezahlen, beispielsweise kommunale Kliniken oder Universitätskliniken, bieten meist höhere Ausbildungsvergütungen als private Träger. Mit zusätzlichen Zuschlägen für Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsdienste kann dein Einkommen in der Ausbildung außerdem etwas steigen.
Tipp: In manchen Bundesländern oder Kliniken ist die Ausbildung noch unvergütet, wenn sie rein schulisch erfolgt. In diesen Fällen kann man Ausbildungsförderung (BAföG) beantragen, um die Ausbildung zu finanzieren.
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung kannst du dich auf ein solides Einstiegsgehalt freuen. Das Einstiegsgehalt als OTA liegt, je nach Arbeitgeber und Erfahrung, durchschnittlich zwischen 3.000 und 3.400 € brutto im Monat.
Wer nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes arbeitet (TVöD-P), startet in der Regel in der Entgeltgruppe P7. Hier beträgt das Grundgehalt aktuell rund 3.100 € brutto monatlich, mit steigender Berufserfahrung kommst du schnell auf über 3.400 €. Dienstzulagen, Zuschläge für Nacht- oder Rufbereitschaften und Sonderzahlungen (Urlaubs- oder Weihnachtsgeld) kommen noch hinzu.
In privaten oder kirchlichen Einrichtungen können die Gehaltsstrukturen etwas abweichen. Caritas und Diakonie orientieren sich ebenfalls an Tarifverträgen, zahlen jedoch teilweise leicht geringere oder höhere Summen, abhängig vom Bundesland und der Einrichtung.
Gehaltsentwicklung mit Berufserfahrung
Mit zunehmender Berufserfahrung steigt dein Gehalt kontinuierlich. Nach einigen Jahren Berufspraxis verdienen erfahrene Operationstechnische Assistenten rund 3.600 bis 4.200 € brutto monatlich. In leitenden Positionen oder nach Weiterbildungen sind auch deutlich höhere Gehälter möglich.
Dienstjahre werden bei tarifgebundenen Häusern klar geregelt. Das bedeutet: Je länger du im Beruf bist, desto stärker steigt deine Vergütung automatisch. Auch Zusatzqualifikationen und Spezialisierungen wirken sich positiv auf dein Einkommen aus – insbesondere, wenn du dich auf komplexe chirurgische Fachgebiete wie Neurochirurgie oder Herzchirurgie konzentrierst.
Einflussfaktoren auf dein OTA-Gehalt
- Arbeitgeber: Öffentliche und universitäre Kliniken zahlen meist besser als private Krankenhäuser oder ambulante OP-Zentren.
- Region: In Süddeutschland oder größeren Städten liegen die Gehälter tendenziell etwas höher als in Ostdeutschland oder ländlichen Regionen.
- Erfahrung: Mit wachsender Berufserfahrung und Verantwortung steigt auch dein Gehalt.
- Weiterbildung: Zusatzqualifikationen, etwa zur Fachkraft für den Operationsdienst, zur Stationsleitung oder zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen, eröffnen neue Karrierestufen und höhere Verdienstmöglichkeiten.
- Schichtdienst: Arbeiten im Schichtbetrieb bringt Zuschläge für Nacht- und Wochenenddienste, die dein Monatseinkommen spürbar erhöhen können.
Beispiel: OTA-Gehalt nach Tarifvertrag (TVöD-P)
| Entgeltgruppe | Erfahrungsstufe | Monatliches Bruttogehalt |
|---|---|---|
| P7 Stufe 1 | Berufseinstieg | ca. 3.100 € |
| P7 Stufe 3 | nach 6 Jahren | ca. 3.500 € |
| P8 Stufe 5 | Leitung/Erfahrung | bis 4.400 € |
Diese Werte dienen als Orientierung und können je nach Dienststelle variieren. In manchen Einrichtungen kommen zusätzlich Schicht- oder Funktionszulagen hinzu, die das Gehalt weiter erhöhen.
Weiterbildung und Karrierechancen
Nach der Ausbildung stehen dir viele Wege offen. Du kannst dich etwa spezialisieren oder Führungsaufgaben übernehmen. Beliebte Weiterbildungen sind:
- Fachkraft für den Operationsdienst: spezialisiert dich auf komplexe OP-Bereiche.
- Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen: qualifiziert dich für leitende Tätigkeiten.
- Studium im Gesundheitsmanagement oder Pflegewissenschaften: eröffnet Aufstiegsmöglichkeiten in Verwaltung oder Lehre.
- Hygienemanagement oder Anästhesiepflege: Fachrichtungen mit hoher Nachfrage und überdurchschnittlicher Bezahlung.
Mit einer solchen Zusatzqualifikation kannst du dein monatliches Gehalt auf 4.500 € oder mehr steigern, je nach Position und Einrichtung.
Fazit: Attraktives Gehalt mit sinnvollem Beruf
Als Operationstechnischer Assistent arbeitest du mitten im Geschehen, trägst täglich Verantwortung und bist ein unverzichtbarer Teil des medizinischen Teams. Das Operationstechnischer Assistent Gehalt ist für die Branche überdurchschnittlich und bietet langfristig gute Perspektiven. Wenn du also präzise, belastbar und motiviert bist, bietet dir die OTA-Ausbildung eine sichere Zukunft, sowohl finanziell als auch fachlich.
Mit einem Einstiegsgehalt ab rund 3.000 € brutto und zahlreichen Aufstiegsmöglichkeiten lohnt sich der Beruf nicht nur wegen seiner spannenden Tätigkeiten, sondern auch wegen der stabilen Gehaltsentwicklung. Operationstechnische Assistenten sind gefragt und werden entsprechend gut bezahlt.
Unser Tipp: Wenn du gerne mit Menschen arbeitest, solltest du dir das Gesundheits- und Pflegeassistent Gehalt anschauen.


