Polizist Gehalt

Polizist Gehalt

Polizist Gehalt

Der Beruf des Polizisten gehört in Deutschland zu den verantwortungsvollsten Tätigkeiten im öffentlichen Dienst. Wer Polizist wird, übernimmt viel Verantwortung für Sicherheit, Ordnung und das Vertrauen der Gesellschaft in den Rechtsstaat. Doch wie sieht eigentlich das Gehalt eines Polizisten aus? In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige rund um das Thema Polizist Gehalt, und zwar von der Ausbildung über mögliche Besoldungsgruppen bis hin zu regionalen Unterschieden und Zusatzleistungen.

Grundsätzliches zum Polizist Gehalt

Das Einkommen eines Polizisten ist nicht einheitlich, sondern hängt von mehreren Faktoren ab: dem Bundesland, der Laufbahn (mittlerer, gehobener oder höherer Dienst), der Besoldungsgruppe, der Berufserfahrung und möglichen Zuschlägen. Da Polizisten Beamte sind, orientiert sich ihr Gehalt an den jeweiligen Besoldungstabellen, die von den Ländern oder dem Bund festgelegt werden.

Während in der Wirtschaft oft Gehälter verhandelt werden, ist das beim öffentlichen Dienst anders: Das Gehalt ist in Stufen klar geregelt und steigt automatisch mit Dienstjahren, Beförderungen oder besonderen Aufgaben.

Polizist in Ausbildung: Anwärterbezüge

Wer die Ausbildung oder das duale Studium bei der Polizei beginnt, erhält sogenannte Anwärterbezüge. Diese unterscheiden sich leicht je nach Dienstgrad und Dienstherr (Bund oder Land). Im Schnitt kannst du mit folgenden Beträgen rechnen:

  • Mittlerer Polizeivollzugsdienst: 1.200 bis 1.300 € brutto monatlich.
  • Gehobener Polizeivollzugsdienst (Studium Polizei/Verwaltung etc.): 1.300 bis 1.500 € brutto.

Diese Beträge sind steuerfrei, da es sich um eine Art Unterhaltshilfe handelt. Du hast also keine Abzüge für Steuern oder Sozialversicherung. Einige Bundesländer zahlen zusätzlich einen Anwärtersonderzuschlag, um den Polizeinachwuchs attraktiver zu machen.

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

Nach erfolgreich bestandener Ausbildung bzw. Beendigung des Studiums wirst du verbeamtet, meist zunächst auf Probe. Das Einstiegsgehalt eines Polizisten liegt dann je nach Laufbahn bei:

  • Mittlerer Dienst (Besoldungsgruppe A7–A9): etwa 2.800 bis 3.500 € brutto.
  • Gehobener Dienst (A9–A11): 3.500 bis 4.500 € brutto
  • Höherer Dienst (A13 und höher): etwa Polizeirat oder leitende Funktionen: 4.800 bis 6.500 € brutto

Diese Zahlen können je nach Bundesland und Erfahrungsstufe variieren. Der Bund und Länder wie Bayern oder Baden-Württemberg zahlen tendenziell etwas mehr, während ostdeutsche Länder oft etwas geringere Beträge ansetzen.

Einflussfaktoren auf das Polizist Gehalt

Es gibt mehrere Punkte, die für das Gehalt eines Polizisten relevant sind.

Dienstalter und Erfahrungsstufen

Innerhalb jeder Besoldungsgruppe gibt es sogenannte Erfahrungsstufen. Alle zwei bis drei Jahre steigst du automatisch eine Stufe auf. Das kann dein Grundgehalt um mehrere hundert Euro  monatlich erhöhen.

Beförderungen

Mit zunehmender Berufserfahrung kannst du befördert werden, etwa vom Polizeimeister (A7) zum Polizeiobermeister (A8) bis hin zum Polizeihauptmeister (A9). Im gehobenen Dienst sind Beförderungen bis zum Ersten Polizeihauptkommissar (A11) möglich.

Zulagen und Zuschläge

Neben dem Grundgehalt gibt es Zuschläge, etwa für:

  • Schichtdienst und Nachtdienst
  • Polizeizulage als Anerkennung der besonderen Belastungen
  • Erschwerniszulagen bei besonderen Einsätzen (Demonstrationen, Großeinsätze, Gefahrenlagen)

Je nach Einsatzgebiet können diese Zuschläge das Einkommen um 200 bis 400 € pro Monat erhöhen.

Gehalt bei der Bundespolizei im Vergleich zur Landespolizei

Polizisten arbeiten entweder bei der Bundespolizei oder bei einer Landespolizei. Die Gehälter sind ähnlich, aber nicht identisch.

  • Bundespolizei: Richtet sich nach der Bundesbesoldungstabelle; tendenziell etwa auf Niveau der bessergestellten Bundesländer.
  • Landespolizei: Jedes Bundesland hat eine eigene Besoldungstabelle. Unterschiede können bis zu 10 % betragen.

Beispiel: In Bayern verdienen Polizeivollzugsbeamte im Schnitt etwas mehr als in Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig gleicht die niedrigere Lebenshaltung in manchen Regionen geringere Gehälter teilweise wieder aus.

Sonderfälle: SEK, MEK und Kriminalpolizei

Spezialeinheiten wie SEK (Spezialeinsatzkommando) oder MEK (Mobiles Einsatzkommando) erhalten meist denselben Grundlohn wie andere Polizisten in ihrer Besoldungsgruppe, bekommen aber zusätzliche Zulagen. Diese können zwischen 150 und 300 € im Monat liegen, je nach Einsatzrisiko und Belastung.

Für die Kriminalpolizei gelten ähnliche Regeln wie für den Polizeivollzugsdienst – meist startest du hier im gehobenen Dienst, also in der Besoldungsgruppe A9 oder höher.

Perspektive: Aufstiegschancen und langfristige Entwicklung

Mit wachsender Berufserfahrung und Weiterbildungen kann dein Einkommen deutlich steigen. Wer eine Führungsposition übernimmt, etwa als Polizeirat (A13) oder Polizeidirektor (A15/A16), erreicht Gehälter von 5.000 bis über 7.000 € brutto monatlich.

Zudem profitieren Beamte von weiteren Vorteilen: keine Sozialabgaben, Beihilfe bei Krankheitskosten und attraktive Altersversorgung durch die Pension, die in der Regel 71,75 % des letzten Grundgehalts beträgt.

Fazit: Polizist werden lohnt sich auch finanziell

Das Polizist Gehalt mag im Vergleich zu Spitzengehältern in der Privatwirtschaft moderat erscheinen, bietet aber hohe Sicherheit, klare Entwicklungsperspektiven und ein verlässliches Einkommen. Besonders mit zunehmender Erfahrung und Beförderungen kannst du ein solides Auskommen erzielen, ergänzt durch den immateriellen Wert eines gesellschaftlich wichtigen Berufs.

Wenn du also Wert auf Stabilität, Sinnhaftigkeit und Aufstiegsmöglichkeiten legst, ist der Polizeiberuf eine attraktive Wahl. Das Gehalt wächst mit dir: Schritt für Schritt, Stufe für Stufe.

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